Refit. Plan D steht.

Alle hatten recht. Ich so halb.


Als ich im Oktober begonnen habe, Torte auseinander zu nehmen und die schadhaften Stellen zu entfernen, ging ich von viel Zeit aus. Ich hatte vor, ein komplettes Refit zu machen. Wie so häufig in meinem Leben kommt mir ein Wort dazwischen: Denkste!


Viele Freunde, Leser und Follower haben mich gewarnt: Das wird nichts. Das dauert. Ich habe das so halb geglaubt. Dann kam der November und Dezember mit der traurigen Polly-Geschichte. In dieser Zeit konnte ich kaum an Torte arbeiten, weil Polly unsere volle Aufmerksamkeit brauchte. Dann kam Weihnachten. Und dann kam Günther. Und gleichzeitig mein neues Buch, welches gerade ziemlich hohe Wellen schlägt und hohen Arbeitseinsatz erfordert. (Am 10.2.2020 könnt ihr mich um 18:30 Uhr im rbb in der Livesendung "zibb" sehen.)





Nun ist es Ende Januar und außer (fast) alles freizulegen, habe ich noch nichts gemacht. Kaputtmachen geht ja immer am schnellsten. Da mir klar ist, dass vor allem die Lackaufbau-Arbeiten lange dauern und höhere Temperaturen erfordern, weiß ich auch, dass es mit dem kompletten Refit nichts werden wird. Deshalb kommt nun Plan D ins Spiel, wobei "D" von "Denkste" kommt.





Was heißt das? Nun, mein zukünftiger Sohnemann, der wächst und gedeiht, wird dieses Jahr sicher noch keine langen Touren machen. Wir planen aber dennoch, ihn ans Boot zu gewöhnen,m mal die ein oder andere Nacht oder Tag an Bord zu verbringen und ggf. auch mal nen kleinen Ausflug zu machen. Das Gute an ganz jungen Söhnen: alter Lack stört sie nicht.


Dafür muss das Boot dicht sein. Besser gesagt: werden. Und daher fokussiere ich nun alle meine Anstrengungen ins Boot auf das Deck und den Aufbau. Und dieser Plan steht nun.


In der vergangenen Woche war ich zweit Tage auf der boot in Düsseldorf und bin natürlich auf den Stand von "Von der Linden" gegrätscht. Danach war ich schlauer (und werde ärmer sein). Die einzelnen Arbeiten sehen nun wie folgt aus:


  1. Gammliges Holz komplett entfernen.

  2. Das Holz des vorderen Aufbaus raussägen.

  3. Den Aufbau vom Lack und der Dichtmasse der Fenster befreien.

  4. Die Kanten am entfernten Deck - dort wo es geht - schäften.

  5. Dort, wo es nicht geht: Decksbalken verbreitern um Auflagefläche zu schaffen.

  6. Puzzlespiel: Deck mit Sperrholz belegen

  7. Puzzlespiel 2: Vorderen Aufbau schließen. Entweder mit Holz oder mit den Schaumplatten von Coosas Bluewater.

  8. Glasfaser und Harz auf Deck und den vorderen Aufbau.

  9. Der seitliche Aufbau wird mit Epoxidharz gestrichen.

  10. Spachteln, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren, schleifen, lackieren

  11. Neue Fenster aus Acryl anfertigen lassen, aufschrauben und aufkleben.

  12. Feststellen, dass der Plan eh anders wurde als gedacht, weil irgendwas schief geht.


Danach kommt noch ein Motormann, der sich den alten Ruggerini-Diesel ("Ornella") mal ansehen soll. Dann das übliche Unterwasserschiffgedröse und dann geht es ins Wasser.


Den ganzen Rest mache ich dann im Herbst drauf.


Sohnemanns ETA ist im Mai. Bis dahin sollte das zu schaffen sein. Ausser, das doofe D-Wort taucht häufiger als geplant auf.

Danach hab ich sicher anderes zu tun, als zu lackieren, streichen, schleifen und spachteln. Ich muss in der Zeit nur aufpassen, Glasfasern nicht mit Windeln zu verwechseln.






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